Soltadas – Technik des freien Führens im Tango Argentino

Ziel einer Soltada ist es, die Frau auf Distanz, also ohne oder beinahe ohne Berührung zu führen. Das ist High-End-Tango Argentino. Viele glauben anfangs nicht, dass dies funktioniert. Wenn man jedoch das Prinzip verstanden hat, können sogar Tänzerinnen und Tänzer mit wenig Erfahrung bestimmte Sequenzen im Soltada-Style führen. Es ist ein Führen über den Körper – jede Bewegung muss glasklar dargestellt werden, jeder Schritt muss genau nach den Prinzipien eines Tangoschrittes erfolgen (Vorbereitung, richtige Gewichtsverlagerung, Start und Ende des Schrittes und alles unter Berücksichtigung des „richtigen“ Taktes).  Soltadas helfen, die Genauigkeit der Führung nachhaltig zu verbessern. Der „eigene“ Tango wird auf ein höheres Niveau gehoben.

Die Frau spürt plötzlich auf eine unglaublich intensive Art und Weise, was tiefe Führung bedeutet und was für wunderschöne Gefühle sich im Tanz einstellen. Sie erfährt augenblicklich und nachhaltig, wo sich in ihrem Tango Probleme „verstecken“: mangelnde Achse, Takt- und Schrittungenauigkeiten oder zu „frühes Loslaufen“. Hat man das erkannt, verbessert sich der „Frauen-Tango“ augenblicklich. Mehr noch, die Frau bekommt eine stressfreie Möglichkeit, ihren Tango zu interpretieren.

Soltada basierend auf einer Sacada. Als „Sahnehäubchen“ wurde noch ein Gancho (von der Frau) „draufgesetzt.“ (Bild: Patrizia Kronthaler)

Soltada, die Frau wird nach links geführt (Bild: Patrizia Kronthaler)

Soltada, die Frau wird nach links geführt (Bild: Patrizia Kronthaler)

Hatte im Juni 2018 stattgefunden – wird „irgendwann“ wiederholt …

 

Schreibe einen Kommentar

Menü schließen