Unsere coole Tango-Figur im April: Volcadas und Ocho cortados

Den ganzen April widmen wir uns montags
dem Thema Ocho cortado und Volcada. 

Im argentinischen Tango gehört der Ocho cortado zu den zentralen Tango Schritten. Mit dem Ocho cortado kann man auf engstem Raum sehr rhythmisch Tango Argentino tanzen. Mit einer kleinen Veränderung wird aus dem Ocho cortado eine ziemlich coole Tango Figur, namens „Volcada“(*). 

In einer guten Volcada ist immer noch der Charakter des Ocho cortado zu sehen. Deshalb nehmen wir in unserer April-Workshop-Serie Volcada als Ausgangspunkt den Ocho cortado. Aufbauend auf dieser Milonguero-Technik werden wir dann daraus die Volcada entwickeln. Im April, immer montags.

Der Ocho cortado sowie die Volcada gehören zu den absoluten MUSS-Figuren im Tango Argentino. Man kann sie mit großen Bewegungen ausführen – super geeignet auf die Musik zum Beispiel von Pugliese oder klein, fein und zurückhaltend getanzt; insbesonders dann, wenn’s in der Milonga (Tanzsaal) voll ist, und wenn die Musik sehr rhythmisch ist – typischerweise Tangostücke der 30-er und 40-er Jahre. Für die Milonga (als der Tanz Milonga – nicht der Tanzsaal) sind Ocho cortados und  kleine Volcadas das Sahnehäubchen. Da macht Milonga-Tanzen richtig Spaß.

Tango-Figur Volcada in Serie getanzt

Sehr schön fühlt es sich an, wenn nicht nur eine Volcada gemacht wird, sondern mehrere hintereiander. Eine sehr schöne Lösung ist: Der Mann zieht die Frau mit einer raffinierten Schrittkombination wie eine „Spiralfeder“ auf. Am Endpunkt entspannt sich die „Feder“ (= Frau) mit einer coolen Volcada. Die Bewegung ist nicht ganz einfach, aber trotzdem gut lernbar. Geführte und Führender müssen sich ihrer Rolle bewusst sein und empathisch darauf achten, den Partner nicht zu überfordern (Tipp: Artikel Elemente des Tango – Absatz „feinfühliges Führen“).

Wenn das Tanzlehrerpaar den Ocho cortado oder die Volcada vorführt, sieht es immer leicht und fehlerfrei aus. So, als würden die Lehrer solche Bewegungen schon immer können – gleichsam als sei es ihnen in die Wiege gelegt ;-). Auch (besser gesagt insbesondere) Tangolehrer müssen durch die harte Schule des Übens gehen und permanent daran arbeiten, grundlegende Fehler auszubügeln. Die Lehrer, Patrizia und Michael, haben nicht vergessen, wo die Schwierigkeiten zum Beispiel bei der Volcada lagen. Michael: „Als der Tango nuevo in Buenos Aires anfing sich zu etablieren, war die Volcada eine der ‚In‘-Figuren. Chicho Frumboli mit seiner damaligen Partnerin, Lucia Mácer, zeigte uns in einem Lehrer-Workshop, auf was wir zu achten hatten. Es dauerte einige Zeit, bis wir den Dreh rausfanden.“

Die Fehler von damals sind im Prinzip die gleichen von heute und verhindern ein lustvolles Tanzen. Beispiele: die Frau hängt im Hohlkreuz; noch schlimmer: der Mann zieht die Frau in’s Hohlkreuz; Steigerung von „schlimm“ – der Mann macht einen großen Schritt rückwärts und zieht dabei die Frau in’s Hohlkreuz (Tipp: „Telefonnummer vom Orthopäden bereithalten“) etc. – es gibt ziemlich viele Fehlerquellen.

Eine Volcada muss sich für die Frau in jeder Phase bequem anfühlen. Patrizia und Michael werden in den Workshops auf einen Kernpunkt eingehen, nämlich die Haltung des Rückens der Frau eingehen. Patrizia und Michael zeigen, wie Volcadas belastungs- und schmerzfrei ausgeführt werden. Insbesondere die letzen zwei Punkte „belastungs- und schmerzfrei“ adressieren auch den Mann. Für ihn können Volcadas bei falscher Führung sehr strapaziös sein. Kennt man(n) dagegen die Technik des anstrengungslosen Führens, eröffnet sich ein breites Spektrum an Volcada-Variationen.

Das Wichtigste: Grundlagen bei Tango-Schritten

In dem April-Workshop werden bei jedem Kurs einmal die Ocho cortado-Grundlagen und die Volcada-Basics gezeigt und geübt, so dass sich diese Bewegungen quasi „molekular“ im Körper festsetzen können. 

DATUM | ZEIT | KOSTEN | ORT
Montage, 09., 16., 23. und 30. April 2018 | 20 bis ca. 21:30 h | 22 Euro bis 14 Euro pro Teilnehmer | tango-X im Tanzwerk München, Wasserburger Landstr. 141, 81827 München, 3. Stock (Nebeneingang), öffentlich gut erreichbar, keine Parkplatzprobleme.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich – wenn Sie jedoch ohne Partner oder Partnerin vorbeikommen, wäre es schön, uns kurz Bescheid zu geben (Kontaktformular). 

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(*) Die Volcada ist eine Bewegung, wo die Frau bewusst ein wenig nach vorne aus dem Gleichgewicht gebracht wird. Durch eine geschickte Führung und Körperhaltung verhindert der Mann einen „Rettungsschritt“ der Frau. Aus dem „Rettungsschritt“ wird eine Bewegung, die der Frau (hoffentlich) einen Seufzer des Glücks entlockt.
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